Veröffentlicht am Mo., 20. Dez. 2021 09:00 Uhr

„Maria und Josef haben heute den Weg zu mir nach Rehden auf sich genommen. Sie standen vor meiner Tür und waren sehr durchgefroren. Bei einer Tasse Tee und vor dem Kamin wurde ihnen schnell wieder warm. In einer warmen Decke eingehüllt durften sie heute Nacht bei unserem Hund schlafen. Dicht aneinander gekuschelt habe ich sie sich noch lange unterhalten hören. Ich wünsche Maria und Josef noch viele offene Türen und Herzen, die sie aufnehmen.“ So lautet der Eintrag aus dem Reisetagebuch von Maria und Josef vom 1. Dezember 2021. In einer alten Blechkiste haben sich die beiden als Krippenfiguren aus Holz auf den Weg durch die Adventszeit gemacht. Die Kiste wird jeden Tag weitergegeben. Maria und Josef haben mittlerweile über Rehden und Drebber sogar schon den Weg an die Nordsee gefunden und sind nun in Diepholz unterwegs. Vielleicht landen sie auch noch bei Ihnen zuhause?

 Im Jugendgottesdienst vor dem 3. Advent verlief der Weg von Maria und Josef eher problematisch. Ihr kleiner Fiat Panda hatte einen Motorschaden, so dass sie kurz vor Diepholz aussteigen und zu Fuß laufen mussten. Als sie endlich ein Hotel erreichten, konnte der Besitzer sie nicht einlassen. 2G+ war die Regel und Maria und Josef hatten in der Eile nicht daran gedacht, einen Test zu machen. Doch zum Glück ging alles gut aus. Am Ende einer Straße brannte noch Licht und die freundliche Hausbesitzerin, die den beiden die Tür aufmachte, holte die Hebamme, die am Ende der Straße wohnte.

Für Ihren persönlichen Weg durch die Adventszeit möchte ich Ihnen heute einen Text von Sarah Stützinger mitgeben.

Du bist nicht allein. Ich bin mit Dir unterwegs nach Neuland.

In die Bäume und Ruinen habe ich Lichterketten gehängt.

Ich verstecke Gedichte in Hosentaschen.

Auf Betonwände male ich Porträts, von Menschen, die Dir begegnen.

Manchmal geht etwas kaputt auf dem Weg.

Dann lege ich einen goldenen Teppich vor Deine Füße, damit Du nicht in Scherben trittst.

Ich schenk´ Dir ein Zauberwort, wenn Du sprachlos bist.

Für die schlaflosen Nächte backe ich Zimtsterne.

Wenn Du hinfällst, leg ich mich neben Dich.

Vielleicht finden wir am Boden gemeinsam ein Wunder.

 

Mit den besten Wünschen für eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit

Ihre Diakonin Frauke Laging

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