Veröffentlicht am Di., 6. Apr. 2021 00:00 Uhr

Liebes Gemeindeglied Nun gehen wir das zweite Mal auf das Osterfest zu während Corona. Aber immerhin dürfen wir diesmal Ostern, unser wichtigstes Fest im Kirchenjahr, in unserer Kirche feiern. Es wird also eine Osternacht geben, in der ein Konfirmanden und zwei Konfirmandinnen getauft werden. Natürlich wird der Ablauf der Osternacht sich von den Vorjahren unterscheiden. Aber das Osterlicht wird ein Täufling in die dunkle Kirche tragen. Jene wird auch dunkler sein, weil wir weniger Besucher und Kerzen anzünden werden. Den Frauen, die sich auf den Weg zum Grab Jesu machten, bevor die Sonne aufging, wird es nicht anders ergangen sein. Vielleicht spüren wir in diesem Jahr sogar ein wenig mehr vom dem Osterlicht, das in die dunkle Corona-Nacht kommt und dessen Todes-Schatten vertreibt. Denn das steht doch im Zentrum der Osterbotschaft, dass der Tod nicht das letzte Wort über das Leben behält. Das bedeutet nicht, das die Frauen nicht über das leere Grab sich erschrecken. Wenn wir etwas Unglaubliches erleben, dass wir mit unseren Sinnen und Kopf nicht begreifen können, fährt uns unwillkürlich der schrecken in die Glieder. Die Auferstehung Jesu von den Toten lässt sich weder bildlich noch mit unserem Wissen und Verstand erfassen. Sie ist und wird immer eine Herausforderung für unseren Glaubens bleiben. Für das Ereignis gibt es keine Worte und Sprache, außer, dass wir bei seiner Schilderung, anfangen zu stammeln. Der Bote Gottes nahm den Frauen ihre Angst mit Worten, die wir alle kennen und die immer wieder in unserer Bibel auftauchen, als Zuspruch für jeden Tag, 356 Mal: „Fürchte Dich nicht!“ Nein – wir fürchten uns nicht, auch wenn uns Corona noch im Bann hält und zur Vorsicht mahnt. 

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